Freitag, 12. Dezember 2008

Kurz mal wech...

So ihr Lieben, ihr werdet uns ab Sonntag für eine Woche nicht erreichen können, da wir uns dann auf den Weg zur Garden Route machen.
Verena, Chris und ich auf eigene Faust mit Schlafsack und Zelt im Kofferraum ohne irgend etwas gebucht zu haben. So ists spannender! ;-)
Wir sind ja jung und verrückt und lieben den Nervenkitzel! ;-)
Wird bestimmt eine tolle Woche mit vielen schönen und wunderschönen und noch schöneren Landschaften!
Also, fühlt euch gedrückt und lasst euch vom vorweihnachtlichen Konsumterror nicht stressen! Das bleibt uns Gott sei Dank endlich mal erspart hier!
Milli

Sonntag, 7. Dezember 2008

Knecht Ruprecht

Nachdem wir noch nicht ganz unseren Schock der geklauten und geliebten Werte verkraftet hatten sollte die nächste böse Überraschung nicht länger auf sich warten lassen.
Zunächst einmal haben wir das Wochenende bei schönen 28°C am Freitag auf dem OBZ Festival, welches das größte Straßenfestival dieser Art in Südafrika ist, einklingen lassen.
Da dieses, wie ja schon der Titel verrät in Observatory stattfindet, hatten wir es von zu Hause aus nur 2 min zu Fuß.
Chillige Reagge/Ragga/Ska Musik, lecker Pils und viele ausgelassene Menschen versetzten uns in beste Laune, sodass wir mit unseren Jungs nach Ende der Performances uns noch in das gerammelt volle Kneipenleben stürzten.
Dort geschah es dann: Meine Tasche, nach vorbelastenden Erlebnissen 2 Tage zuvor, hatte ich durchgehend bei mir und das Vorhandensein Verenas Handy sowie Kamera darin regelmäßig nachgeprüft. Auf dem Weg nach Hause gegen 3:30Uhr dann die ernüchternde Feststellung. Mit einem Griff in meine Tasche stellte ich eine gähnende Leere ihr fest. Ohne auch nur ein kleines Bisschen von Griffen an oder in meine Tasche gemerkt zu haben, wurde Sämtliches (Handy/Kamera/Lipgloss/Kaugummies) aus ihr entwendet. Wir konnten es nicht fassen und hatten nach insgesamt 5 Telefonaten mit dem Dieb eine Wanderung durch die ihren Höhepunkt erreichte alkoholisierte Masse vor uns. Wir gingen also vom gemütlichen Sofa morgens um 4 zurück zu einer Kneipe, in der der Dieb nach eigenen Angaben zu sein schien.
Natürlich haben wir ihn jedoch nicht wieder getroffen und somit auch Verenas technischen Geräte aufgeben müssen.
Wir waren nach Schilderung vieler anderer Kneipengäste wohl auch nicht die einzigen Opfer dieses Abends, was uns jedech herzlich wenig tröstete.
Am Samstag haben wir uns dann mit Bodyboard unterm Arm und dick in Sonnenmilch getränkt an den Strand begeben, um unseren Hangover und unsere von glühender Sonne dampfenden Körper im spaßigen Wellenbad abzukühlen.
Abends sind wir dann wieder aufs Festival, allerdings ohne jegliche Wertgegenstände am Körper. Dieses mal ging auch Gott sei Dank alles gut. Am Morgen dann das nächste böse Erwachen. Alle Sachen für den nächsten Strandbesuch gepackt schließt Chris sein Auto auf und stellt fest, dass an Stelle seines Radios nur noch ein großes schwarzes Loch vorzufinden war. Mit dieser Nachricht ging also auch heute der Fluch über dem Hause 10 Perth Road weiter.
Und als I-Tüpfelchen haben wir uns dann nach 4 Stunden Surfen und Sonnen am Strand noch einen ordentlichen Sonnenbrand geholt.
Aber trotz allem war es mal wieder ein weiteres schönes Wochenende, auch wenn uns der Nikolaus leider nicht wirklich mit Glück überschüttet hat, es war wohl eher Knecht Ruprecht am Werk.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

So richtig angekommen

Sportlich wie wir sind können wir es uns ja nicht nehmen lassen bei dem guten Wetter schwimmen zu gehen. Also ab ins Auto und zu dem Pool mit Meerblick gefahren, um unseren Kilometer hinter uns zu bringen. Doch irgendwie war uns das nicht genug. Als absolute Surfschnitten haben wir also unsere Bodyboards geschnappt und ab ging es zum Strand. Und damit fing es an, dass wir nun wirklich behaupten können in Kapstadt angekommen zu sein...
Schon beim Ankommen haben wir sie gesehen. Gelangweilt wie jeder zweite hier lungerten sie am Strand herum und hatten nix besseres zu tun als Löcher in die Luft zu starren. Schulternzucken; nichts dabei gedacht. Schnell war ein etwas windstillerer Platz gefunden und Decken und Handtücher wurden in den Sand gepfeffert. Immerhin wollten wir ja Bodyboarden und nicht den Strand mit unseren schönen Sachen dekorieren. Rucksack mit Handtüchern abgedeckt und mit den Boards gen Wasser gewandert.
Da die Wellen aber nicht so hoch waren wie vorausgesagt und es auch nicht kontinuierlich klappen wollte die wenigen guten Wellen zu erwischen entschieden wir uns nach ca. 20 Minuten für ein kleines Sonnenpäuschen. Doch zu früh gefreut!
Kaum bei den Decken angekommen stürmte auch schon einer Gruppe Xhosa-Jungs auf uns zu „The guys took your bag! The guys took your bag!“ Hä? Was? Wer? Tasche? Suchend wanderten die Blick zwischen Decken und Handtüchern hin und her und beiden wussten – irgendwas ist hier gerade verdammt anders; und noch dazu verdammt falsch!
Lange hat es auch nicht gedauert, bis sich visueller und auditiver Sinn zusammengeschlossen haben und wir begriffen: Diese [Beschimpfung ausgeblendet da wahrscheinlich im Rahmen des Illegalen] haben unsere Tasche geklaut!
Und dann schob es sich in unsere Gedanken, was wir alles in der Tasche hatten. Geld und Kreditkarten waren zum Glück an anderer Stelle sicher untergebracht, doch Millis Handy werden wir wohl nicht mehr wieder sehen. Ich habe den Verlust meiner beiden (einzigen!) Strickjacken zu verzeichnen. Millis Haus- und Zimmerschlüssel, der Autoschlüssel, ein Handtuch, unser Sonnenöl, unsere Zigaretten, Kaugummis... WEG!
Gerade in den letzten Tagen kreisten unsere Gedanken immer wieder darum, dass wir bisher ja wirklich großes Glück gehabt haben und uns noch niemand überfallen hat. Hätten wir das mit dem Denken mal gelassen. ;-)
Die Security am Strand war dermaßen arbeitsunwillig oder –fähig, dass wir von Glück reden können, dass sich ein Herr von der Neighbourhood Watch anbot uns zu helfen. Er rief die Polizei an (Wir hatten ja kein Handy mehr, da meins zu Hause vergessen wurde) und fuhr mit seinem Roller die Straßen ab, um wenigstens noch die Tasche zu finden. Mit den Autoschlüsseln kann ja niemand etwas anfangen und wir hatten Geld und meine Schlüssel im Auto; hätten uns also noch nicht einmal ein Taxi zurück (50 km) leisten können. Chris, einer unserer Mitbewohner, hatte seinen Weg zum Strand auch gefunden, so dass wir zur Not mit ihm hätten zurückfahren können. Die Herren vom Mietwagenservice ließen auf sich warten oder waren gar nicht erst zu erreichen, so dass wir zusehen konnten, wie unser Auto aufgebrochen wurde, damit wir wenigstens an unsere noch gebliebenen Wertsachen kamen.
Lange Rede, kurzer Sinn: die Polizei fuhr ein paar Minuten durch die Gegend und kam mit einem „Sorry!“ zurück, man kann sich auf die Hilfe der Behörden nicht verlassen, nach ca. 3,5 Stunden war auch endlich jemand wegen des Autos da und wir konnten den Rückweg antreten. Um wenigstens ein wenig das Gefühl zu haben noch etwas getan zu haben, wo wir schon so blöd waren und uns haben beklauen lassen, sind wir noch ein wenig die Straßen abgefahren; was natürlich nicht von Erfolg gekrönt wurde und haben uns zu Hause relativ zügig auf den Weg ins Stones gemacht, um unseren Frust zu bekämpfen. Bekannte getroffen und noch nett gefeiert.
Heute geht es uns den Umständen entsprechend nicht ganz so gut (Böser Teufel Alkohol), doch Milli läd mittlerweile ihr altes Handy auf, hat Schlüssel für ihr Zimmer bekommen und gleich werden wir uns auf den Weg in die Mall machen, da ich ohne Strickjacke nicht sein kann.
Und hier noch der Satz für die Besorgten: Wir leben noch! Uns ist nichts passiert! Wir sind nicht mit Waffen in Berührung gekommen! Es fehlen nur Wertgegenstände; um die es uns tierisch leid tut!

Und trotz allem wollen wir noch immer nicht nach Hause zurück, denn jetzt sind wir so richtig in Südafrika angekommen!

Dienstag, 25. November 2008

Unser Leben in Cape Town

Und das ist nur einer der unzähligen Strände, die wir jedes Wochenende erkunden ;-)

endlose Sandstrände

Die schönste Stelle der ganzen Welt zum Grillen

Landschaft außerhalb von Cape Town

Yvor und ich auf Hochzeit!

Mmhhh, lecker Seafood!

Ausblick vom Signal Hill zum Tafelberg und über die Stadt

Blick vom Signal Hill übers Meer

Unser Golf, der uns durch Cape Town bringt

Unsere all-wochenendlichen Braais

Garden Route Planung (Chris und Verena)

Unsere Jungs

Streetboy Marlon

Freitag, 7. November 2008

Ein wohl fast perfekter Tag

Ja, solche Tage könnte es ruhig öfter geben.. Aber.. Moment mal.. Solche Tage werden wir sicher noch öfter haben.. ;-)

Weniger perfekt ist es wohl, sich rein theoretisch um 5.30 Uhr aus dem Bett schälen zu müssen, um sein Visum dieses Mal wirklich zu verlängern, aber da wir heute nur ca. 2,5 Stunden bei Home Affairs warten mussten und dann das Gebäude mit den neuen Stempeln in den Pässen verlassen konnten, hat sich das frühe Aufstehen gelohnt. Es muss uns also niemand hinter schwedischen Gardinen besuchen kommen und wir dürfen offiziell bis zum 09.02.2009 im Land bleiben.. Perfekt!
Da das Wetter uns gefühlte 50°C mitteilte, haben wir uns doch mal ganz spontan dazu entschlossen den Rest des Tages am Strand zu verbringen; zur Arbeit mussten wir nämlich nicht mehr, da ja alle schon unterwegs sind und es für uns ohnehin nichts zu tun gibt. Perfekt!
Also, ab nach Hause, Sachen gepackt und noch für ein paar Minütchen mit Vuvu getroffen. Dann ging es auch schon los nach Noordhoek – Ihr wisst, der wohl schönste Strand der Welt! Angekommen wartete Chris auch schon auf uns, der wie durch ein Wunder ca. 1 Stunde vor uns am Strand war obwohl er noch arbeiten musste. Nun denn.. Angekommen, Decken und Handtücher ausgebreitet und erstmal eine Runde gebrutzelt. Das wirklich wunderbare war wohl, dass sich niemand - und ich meine wirklich NIEMAND – außer uns am Strand aufhielt.. Warmer, weicher Sand unter unseren Füßen, warme Sonne auf unseren Rücken, Ruhe.. Perfekt!
Nachdem wir uns sogar für wenige Minuten in das eiskalte Wasser gewagt haben, um ein bisschen das Gefühl von angenehmer Kühle zu verspüren, ging es gegen 16.00 Uhr auch schon wieder zurück.
Spontan wie wir sind haben wir uns für einen Snack und einen kühlen Umtrunk in einer nahe gelegenen Bar entschieden, die eindeutig durch ihre Aussicht auf der Terrasse besticht. Da saßen wir also in der noch immer warmen Sonne, genossen die Aussicht und den Wal und die zwei kleinen Delfine, die wir im Meer sehen konnten. Perfekt!
Wieder zu Hause erwartete uns eine schnelle Dusche, die erschreckende Erkenntnis, dass die Frühlingssonne in Kapstadt doch ordentlich brennt und einen ruckzuck in eine Rothaut verwandeln kann und der nächste Plan: Ab an den Strand nach Strand, um die Guy Fawkes Night mit ein wenig Feuerwerk zu zelebrieren. Außer uns hatten noch ca. 500.000 andere Leute diese Idee und so standen wir anfangs mehr im Stau als alles andere. Aber, wir sprechen hier von einem fast perfekten Tag. So kam es also, dass wir unsere restlichen Mitbewohner am Strand entdeckten und direkt einen Parkplatz fanden. Perfekt!
Unsere Weinflaschen gut versteckt, da trinken in der Öffentlichkeit ziemlich kostspielig werden kann, saßen wir also am Strand und genossen das wilde umher Geschieße von diversen Raketen und Knallern. Perfekt!
Zu Hause wurde dann noch ein wenig auf den Sofas gelümmelt und schließlich ins Bett gegangen. Perfekt!

Warum dieser Tag nur ein fast perfekter Tag war? Unsere Liebsten haben uns gefehlt und wirklich perfekt wäre er wohl gewesen, wenn alle hier gewesen wären. Aber das müsst ihr ja früher oder später eh; wir kommen ja nicht mehr zurück.. ;-)

Eigentlich sollte dieser Text gestern schon erscheinen, aber da Blogspot und ich nie Freunde werden, musste es ein wenig warten.. Es dauert auch, bis meine Nerven sich wieder regeneriert haben.. :-)

Montag, 3. November 2008

Cape Town vs. Germany

Da wir bei der Arbeit ja eher mäßig zu tun haben, bleibt uns eine ganze Menge Zeit, um uns in irgendeiner anderen Art und Weise kreativ zu betätigen.. Es ist schon ein paar Wochen her, wurde aber irgendwie in meinem Ordner vergessen.. Ja, ja.. Asche über mein Haupt! ;-)
Hier also, exklusiv für euch, der Vergleich zwischen Kapstadt und Deutschland:

Kapstadt ist...

...laut, gemischt, relaxed, kalt, farbenfroh, windig, spannend, westlich, multikulturell, vielfältig, anders, ein "Township", offen, landschaftlich schön, unglaublich, gläubig, herzlich, eine Touristenhochburg, traditionell, unpünktlich, fett, fastfoodgeil, riesig, umgeben von schönen Stränden, wie ein zu Hause, kleinwüchsig, teuer, eine große Sauferei, günstig, fleischfanatisch, voller Gegensätze, Xhosa, sonnig, dangerous, schwarz, schwul, patriarchisch, voller Straßenmenschen, mein Traum, jung, faul, kein Käseland, duftend, ein Weinland, stinkend, Apartheid, voller Raser, beautiful, voller Palmen, der Tafelberg, vollgesmogt, deutsch-holland-connection, lachend, Citi Golf (wir haben jetzt auch einen), weiß, langweilig, kein Filterkaffeeparadies, drogenabhängig, helfend, sozial!

Deutschland ist...

grau, strukturiert, vernünftig, griesgrämig, antikulturell, verbohrt, mega westlich, verwöhnt, USA Nr.2, verregnet, vielfältig, Heimat, grün, Mittelpunkt, pleite, Hitler, uneinig, bürokratisch, deutsch, satt, gesund, konservativ, folgsam, verklemmt, kinderhassend, gestresst, unfreundlich, weiß, ein wannabe, halb christlich/halb moslemisch, schön, kalt, durchgeplant, reich, isoliert, depressiv, gebildet, diszipliniert, teuer, eine Servicewüste, ein Filterkaffeeparadies, ausgestattet mit super Kranenberger, ein Betonklotz, Business, double income/no kids, IKEA, nörgelig, (isst) Döner, voller Profitouris, multikulti, Fußball, autogeil, ohne große Traditionen, still, einsprachig (gemischt mit englisch "Einen Coffee to go, bitte!"), diskrminierend, beheizt, überheblich, globalisiert!

So.. Nur ein kurzer Ausschnitt aus unserem Arbeitsalltag und den Gedanken, die wir uns hier so machen.. Fast die Hälfte der Zeit haben wir nun schon hinter uns und es wird uns wirklich schwer fallen wieder nach Deutschland zurück zu kehren.. Wir leben hier einfach ein Leben, was schöner nicht sein könnte - ganz abgesehen davon, dass wir unsere Liebsten unheimlich gerne bei uns hätten und eigentlich jeden immer wieder und wieder und wieder vermissen..

"Jetzt müssen wir aber weiterarbeiten.. die Pflicht ruft!", sprachen sie, schnappten sich Kaffee und Zigaretten und verschwanden in Richtung des sonnigen Fleckchens im Hinterhof.. ;-)

Freitag, 24. Oktober 2008

Es wird immer besser...






Schon wieder einmal ist Wochenende und die 8. Woche unseres Praktikums vorüber. Die Zeit rennt uns schon jetzt davon.
Nachdem wir uns beim Praktikum wirklich einige Male leider seeeeehr gelangweilt haben bekamen wir heute endlich unseren "very importent" ersten Auftrag. Ein Projekt rund um den "Pressure Cooker"! Das Bilderbuch beinhaltet das Thema Emotionen in Form von Bilder eines "Drucktopfes" und kurzen Erläuterungen und wurde entwickelt für Schüler im Alter von ungefähr 6-8 Jahren. Bisher ist aber noch kein Projekt als Anleitung zur Arbeit mit diesem Buch ausgearbeitet worden. Und genau das ist jetzt unsere Aufgabe: Ein Projekt zum Thema Emotionen (Freude, Trauer, Agression, Liebe...) zu entwickeln. Wir freuen uns!!!
Zu Haus rast die Zeit ebenfalls! Jedes Wochenende ist noch immer vollgepackt mit Touri-Erkundungs-Kram und natürlich jede Menge Party.
Unsere WG hat sich mitlerweile auch wieder ein wenig neu formatiert. Eva ist am Dienstag ausgezogen :-( und wohnt nun bis zu ihrer Abreise am Sonntag bei Vuvu in Langa (der älteste Township Cape Towns). Für Eva ist Emma (32) eingezogen: Geboren in Sarajevo, mit 16 geflohen vorm Krieg nach Italien und seit dem in der Nähe vom Gardasee ansässig. Sie studiert Geschichte und Sprachen und ist ist für drei Monate zur Forschung hier. Sie spricht Italienisch, Serbo-kroatisch, Deutsch und Englisch. Eine ganz nette!
Nun sind wir also eine bunte und multikulturelle Truppe von 2 Süd Afrikanern, 2 Holländern, 2 Deutschen und einer Italienerin/Ex-Jugoslawin. Ein großer Spaß!
Wir fühlen uns momentan sau wohl und es wird immer nur noch besser! Das einzige was fehlt sind natürlich unsere Liebsten mit denen wir gerne unsere unzählig vielen und spannenden Erfahrungen und Eindrücke teilen würden.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Kirstenbosch National Botanical Gardens

Gestern, am letzten Tag unseres langen Wochenendes, hatten wir eigentlich den Plan nach Stellenbosch zu fahren, um uns ein wenig den Weinproben hinzugeben.. Aber jung und spontan, wie wir nunmal sind, haben wir das Schild für den botanischen Garten in Kirstenbosch gesehen und schnell die Spur auf dem Highway gewechselt.. :)
...und wir haben diese Entscheidung nicht bereut.. Der Eintritt von 32 Rand ist fast geschenkt.. Man glaubt kaum, dass man sich nur 15 Autominuten von der Stadt entfernt befindet denn um einen rum: Ruhe, Natur, Farben und Düfte, die ich jetzt mal nicht mit Worten beschreiben möchte.. Kommt einfach her und wir fahren mit euch nochmal hin.. ;)
Ich habe auch endlich herausgefunden, wie man mit meiner Kamera Nahaufnahmen machen kann und möchte niemandem dieses Wunderwerk der Technik vorenthalten.. :)










So.... und bald gibt's sicher wieder neues von den schönen Dingen des Lebens.. :)
Bei der Arbeit hat sich noch nicht so wirklich etwas getan. Zu tun gibt's noch immer nicht wirklich etwas für uns, aber mit Glück können wir in den nächsten Tagen ein kleines Projekt im Centre starten.. noch ein wenig Planung und dann alles vorlegen.. Vielleicht wird es ja doch noch was!?
Wir hoffen es.. Ansonsten haben wir ja noch genug Zeit, um zig weitere Praktika zu machen.. und wiederkommen fällt ja eh aus.. Also spart fleißig, damit wir euch alle hier nicht mehr vermissen müssen.. ;)

Dienstag, 7. Oktober 2008

heeeeeavy weekend! :)

Am Wochenende haben wir es uns mal so richtig gut gehen lassen.. Samstag waren wir auf einer Geburtstagsparty im aeltesten Township Kapstadts eingeladen und da man mit Worten ja eh keine Stimmungen wiedergeben kann, haben wir mal ein kleines Video hochgeladen.. Vielleicht folgt ja irgendwann auch mal ein wenig mehr Text dazu, wenn die Zeit da ist.. Gleich wird erstmal der Mietwagen zurueckgebracht und unser letzter Tag vom langen Wochenende zelebriert.. :)

Montag, 6. Oktober 2008

Facebook

Ja, ja.. auch uns hat es erwischt. Da der Begriff "Facebook" hier zur Zeit genauso oft fällt wie "coldfront", sind wir nun auch dort zu finden... Namen sind bekannt!? ;)
Ab und an gibt es dort auch mal ein paar Bilder zu sehen.. Also, vielleicht bis denn dann.. :)

Sonntag, 21. September 2008

Unser Heim

10 Perth Road

Es ist rosa!

Willkommen!

Der unhygienische Schimmelpilz-Waschplatz (ohne Licht) ;-)

Livingroom

essen/trinken/lachen

The cooking area

unser Hinterhof/Garten/Grillplatz/Wäschekammer.....Milli`s Stall im Hinterhof ;-)


Mittwoch, 17. September 2008

Rückmeldung...

Jetzt wird’s aber mal wieder Zeit euch auf den neusten Stand zu bringen!
Mitlerweile ist schon wieder einiges an Zeit vergangen und wir haben uns sowohl bei der Arbeit als auch im Haus mit unseren lieben Mitbewohnern gut eingelebt, ja man kann schon fast sagen, ich fühl mich nearly heimisch. ;-)
Die ersten Tage bei der Arbeit waren doch sehr gewöhnungsbedürftig.
Da sowohl Verena als auch ich eine ganz andere Arbeitsmoral gewohnt sind als unsere Kollegen vor Ort mussten wir erstmal innerlich 3 Gänge zurückschalten!
Es geht nun mal alles ein wenig langsamer, entspannter und unstrukturierter, doch auch so lässts sich arbeiten.
Erst einmal wird Kaffee getrunken, dann wird sich unterhalten, dann wird noch ` nen Kaffee getrunken und dann wird entspannt in Richtung Center oder in die unterschiedlichen „Einsatzgebiete“ gefahren, um dort mit den Kids zu „arbeiten“.
Dies gestaltet sich so, dass z.B. die Kids im Center, es sind meist so um die 3-5, sich waschen müssen, dafür dann ein Frühstück bekommen, dann eine kurze „Unterrichtsstunde“ abgehalten wird, worauf sie für mal mehr und mal keine Mitarbeit ihr Mittagessen bekommen und dann werden sie wieder auf die Strassen entlassen. Neben der Arbeit im Center gibt’s dann noch die „Homevisits“ und unterschiedliche Präventionsprojekte in Schulen, aber alles mit einer unglaublichen Ruhe und Geduld.
Einer unserer Kollegen saß heut mit uns den ganzen Tag im Büro und war super buisy dabei über Stunden eine Tabelle in Word zu erstellen. Sie wurde gezeichnet und wieder gelöscht und wieder gezeichnet und ausgefüllt und wieder gelöscht und das alles in Zeitlupe. Und als sie dann nach vier Stunden endlich fertig gestellt war, dann war auch endlich nach einem äußerst anstrengenden Arbeitstag Feierabend! ;-)
Nun gut, wie gesagt muss man diese Ruhe erst einmal in sich aufnehmen um den Arbeitsrythmus nachvollziehen zu können.
Die Kollegen kommen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen und sind alle sehr nett, auch wenn wir bisher anstelle unserer Namen nur als „die Studenten“ oder „the Germans“ gerufen werden. ;-)
Und genau das mit den unterschiedlichsten Kulturkreisen ist das interessanteste an all unseren Eindrücken die wir momentan sammeln. Schwarze, Weiße, Colourds und 11 Sprachen in einem Land. Deutschland ist ja schon mit 2en überfordert! (Deutsch/Türkisch) ;-)
Fährt man mit dem Auto oder Zug nur eine halbe Stunde durch CapeTown, hat man alle Sozialschichten angefangen bei Blechhütten inmitten von Mengen an Müll bis hin zu den schönsten Häusern am weißen Sandstrand passiert. Anfangs überfordert einen ja doch ein bisschen, so was nennt man dann wohl Kulturschock, aber wir haben uns mitlerweile dran gewöhnt und ich fühl mich wirklich wohl allein schon auf Grund der unglaublichen Gelassenheit, die die meisten der Menschen hier ausstrahlen. Man muss sich nicht mal etwas anziehen um vor die Tür zu gehen, es reicht auch sich eine Decke umzuwickeln ;-)
Im Großen und Ganzen fühlen wir uns schon sehr wohl hier und warten nun nur noch auf schöneres Wetter. Und das kommt alsbald! Nach Deutschland zieht es uns also momentan gar nicht, nur unsere Leute hätten wir gern hier!
Soweit die Eindrücke der letzten Tage und Wochen! Es ist viel zu tun…also seid nicht böse wenn wir uns mal nicht sofort zurückmelden…denken an euch!

Donnerstag, 4. September 2008

Tag 3

Gestern sind wir mit zwei unserer Sozi-Kollegen in das "Center" in Bellville rausfahren, in dem neben unserem No Limits Projekt noch weitere Streetpeople Projekte untergebracht sind. Dort haben wir dann unsere ersten Erfahrungen mit zwei Jungs von der Strasse machen dürfen! Einer der Jungs ist direkt sehr offen und neugierig auf uns zugegangen und hat uns interessiert über Deutschland, Europa und Fussball ausgefragt. Für mich war diese Begegnung ziemlich bewegend und neu. Ich hatte bisher noch keinen 16 jährigen Jungen vor mir sitzen, der sein Leben auf der Strasse mit viel Gewalt, Prostitution und vor allem Drogen (Tik) verbringt!
Es geht einem schon sehr nah und es ist auch eigentlich nicht mit Worten auszudrücken wie man sich als wohlbehütetes deutsches Mädchen fühlt, einen Jungen, der eigentlich noch ein Kind ist, völlig verpeilt, vernarbt und übermüdet durch den exzessiven Drogenkonsum der letzten 4 Tage erzählen zu hören, wie er sein Geld verdient, indem er "weiße Männer" oral befriedigt, Menschen ausraubt oder dergleichen.
Genau das ist die schreckliche Wirklichkeit, mit der man erstmal lernen muss umzugehen...aber dafür sind wir ja hier und genau das ist die Arbeit, die wir machen wollen.
Heute wurden wir dann in das auf uns zukommende Schulprojekt eingewiesen.
Ab dem 16. Sept. werden wir in einer Primary School mit den schwierigsten Kindern (15-aufwärts), die sich allem verweigern, ein Projekt durchführen, welches sie in ihrer Selbstwahrnehmung und Identität stärken, festigen und auf die Highschool vorbereiten soll. Klingt sehr spannend und wir freuen uns drauf, eine Aufgabe zu haben!
Es geht also vorran...

Dienstag, 2. September 2008

Der Ernst des Lebens!

Nachdem wir gestern aus unserem Hostel in Parow mit dem hervorragenden Panoramablick nach Observatory in unser Haus gezogen sind und viele interessante erste Eindrücke (nicht die besten in Bezug auf unsere Unterkunft) zu verarbeiten hatten, begann heute unser Praktikum beim "No Limits" Projekt!
Dies war leider direkt in den ersten Stunden, wie schon von uns erwartet, nicht ganz so erfreulich. Leider sind wir momentan ein wenig überflüssig, da einiges umstruktuiert wurde und eigentlich kein Bedarf an gleich zwei Praktikanten vorhanden ist. Dementsprechen saßen wir, wie so oft an einem ersten Praktikumstag, an unserem gemeinsamen und vor Leere gähnenden Schreibtisch und haben unser Feldtagebuch begonnen, wobei wir mit dem zu füllenden Blatt ein wenig überfordert waren. Es ist nunmal nix passiert!
Aber wir sind ja zwei hoch motivierte Mädels, die sich so schnell nicht unterkriegen lassen!
Warten wir ab was morgen passiert und ob sich noch eine etwas positivere Stimmung bei uns einschleicht? Denn wir sind ja hier, um etwas zu erleben und zu erfahren und mit Kindern zu arbeiten! Und sollte dies nicht klappen, was wir natürlich nicht hoffen, dann gibts noch eine Menge anderer Projekte vor Ort, die nur so auf Unterstützung warten!
Zurück zu unserer Wohnsituation:
Wir wohnen nun mit drei Jungens (2 Holländer+1Südafr.) in einem Haus ohne Heizung (normal hier) und frieren so viel wie noch nie! Momentan sind es draußen im Schnitt 15°C, in den Zimmern aber leider tatsächlich nur 12°C! Brrrr...man gewöhnt sich an alles.
Der Verein, bei dem wir wohnen, lässt momentan laut Mundpropaganda vieler anderer Mieter nicht viel Gutes auf sich kommen! Viel Geld für wenig! Demnach haben wir vielleicht auch schon bald vor uns nach einer anderen Bleibe umzuschauen für weniger Geld und ein wenig mehr Komfort!
...nein, das soll sich jetzt auch nicht zu negativ anhören! Alles ist soweit ok und die Leute sind nett und das Wetter wird auch bald schön und die Landschaft ist es bereits!
Wir sind froh hier zu sein und lernen momentan viiiiiiiel fürs Leben!
Man darf weiterhin gespannt sein ;-)

Dienstag, 19. August 2008

noch mehr Fotos :-)












Montag, 18. August 2008

Foootoooos!

Nicht viele, aber doch ein paar.. to be continued.. ;-)











Sonntag, 17. August 2008

Table View

Heute waren wir an dem schoensten Strand der gaaaaanzen Welt!!!
In Table View am Bluebergstrand (wird glaub ich anders geschrieben, but it doesn`t matter).
Von dort aus hat man eine unglaublich schoene Sicht auf den Tafelberg und die ganze Stadt!
Das ist der Srand von dem das bekannteste Photo, welches man immer von Kapstadt sieht, stammt. It was beautiful, amazing and unbelieveable!!
Danach hatten wir ein Weinchen auf unserem geilen Panorama Balkon und haben Skipbo gespielt, was hier uebrigens zu unserer all abendlichen Beschaeftigung wird.
Also bisher koennen wir uns noch nicht beschweren. ;-) Aber wir sind ja auch noch nicht buisy!
Soweit von heute...mehr die Tage und auch bald die ersten Photos. Ein wenig muesst ihr euch noch gedulden!
Kuss und Schuess

Samstag, 16. August 2008

There we are!

Nun sind wir nach grosser Aufregung in Capetown angekommen. Wir wohnen bis Ende August in dem Hostel "Straatwerk" in Parow, was ca 20min mit dem Zug (sehr aufregend diese Fahrten) nach Capetown City sind. Der erste Tag war echt, na wie soll man sagen, fremd und viel. Wie man sich halt so nen Hauptbahnhof in Capetown vorstellt. Zwei weisse Maedels inmitten vieler "dunkler" Menschen! Aber keiner hat uns was getan und wir sind wohl auf und alle sind sehr freundlich und zuvorkommend!
Die Landschaft ist gigantisch, haben einen wundervollen Blick von unserem Balkon aus ueber die ganze Stadt und auf den Tafelberg ;-)
Machen in den ersten 2 Wochen ein wenig Sightseeing, soweit das moeglich ist, da wir immer so gegen spaetestens 18Uhr zu Hause sein sollten, da es dann dunkel ist und dann koennte es ungemuetlich werden fuer zwei so kleine Maedels ;-)
Aber hier gibts soooooo viel zu sehen, man weiss gar nicht wo man anfangen soll!
Wir passen auf jeden Fall auf uns auf, also macht euch keine Sorgen um uns!;-)
Bilder und weitere Berichte folgen die Tage, da hier momentan das Internet nicht so auf Zack ist.
Liebe Gruesse aus South Africa

Montag, 11. August 2008

Whaaaaaa!

Ganz bald geht es los.. und es scheint, als wären wir ziemlich unorganisiert.. Zumindest kommt es uns so vor..

Aber die Rucksäcke sind fast fertig gepackt und die Tickets in der Tasche.. Eigentlich kann doch gar nichts mehr schiefgehen, oder!?

Wir melden uns, sobald wir internetfähige Geräte vor uns haben! :-)

Bis dahin vermissen wir euch alle jetzt schon tierisch und freuen uns auf ein Wiedersehen und -hören..

Freitag, 4. April 2008

Jetzt ist`s amtlich....

...nun haben wir den Flug endlich gebucht.
Los gehts am 12.08.2008 um 14:35Uhr in Paderborn über Frankfurt nach Kapstadt!
Zurück kommen wir, wenn wir`s uns nicht anders überlegen, am 15.03.2009!
Überlegt alle gut, ob ihr uns nicht mal besuchen wollt(am besten schon jetzt den Flug buchen ;-)! Ihr seid herzlich willkommen!
Vorher gibts im Sommer aber auf jeden Fall noch `ne fette Abschiedsparty!

Sonntag, 30. März 2008

Nächste Woche...

...zischen wir los und buchen den Flug!

Whoohoo!!!

Dienstag, 4. März 2008

...dort könnt ihr uns in nicht mal mehr einem halben Jahr finden!

Bild: http://1campsbay.com/Maps/images/peninsula.gif